Hilfsnavigation

Headbild

Dosenherstellung in Seesen

Der aus dem heutigen Seesener Stadtteil Kirchberg stammende Baron von Campen machte in den 1820er Jahren in Paris eine erstaunliche Entdeckung:
    

In einem speziellen Geschäft konnte man im Dezember mit Spargel oder Erdbeeren gefüllte Blechbehälter kaufen und die Sommerfrüchte zu Weihnachten genießen.  Es war, als wären die Jahreszeiten angehalten worden.

Zurück in Seesen beauftragte er den Seesener Klempnermeister Heinrich Züchner ihm solche "neuartige Dinger" herzustellen. Dies waren die ersten deutschen Konservendosen.

Zu Heinrich Züchners Zeit schaffte ein Arbeiter in Handarbeit eine Dose in der Stunde. Industrielle Fertigungsmethoden machten die Konservendose bald für jedermann erschwinglich und das in die Dose springende Schwein war Jahrzehntelang geradezu ein Wahrzeichen für Seesen.

Zur Blechwaren- gesellte sich bald die Konservenindustrie. Mit dem Bau der Eisenbahn gab es gute Transportmöglichkeiten zu den Standorten großer Konservenfabriken. Eine von ihnen war die 1890 gegründete "Seesener Conservenfabrik Sieburg & Pförtner"  mit ihrer Marke "Sonne".